Matthew Perry Memoir Rezension – Ehrlich und packend

Quick Verdict
Pros
- Rohe, ungefilterte Ehrlichkeit über Sucht und Rückfälle
- Matthew Perrys unverwechselbarer sarkastischer Humor durchbricht schwere Passagen
- Chronologischer Aufbau gibt dem Leser Halt bei emotionalen Themen
- Persönliche Anekdoten aus Friends-Drehs zeigen das Zerrissene hinter dem Erfolg
- Durchsetzt mit Selbstironie – Perry verharmlost sein Leiden nie
Cons
- Manche Passagen wiederholen sich beim Thema Rückfälle
- Kein tiefer Einblick in die Beziehungen zu anderen Stars
- Das Buch endet relativ abrupt ohne klares Fazit
- Für Leser ohne Bezug zu Friends可能觉得有些章节冗长
Schnelles Urteil
Das Matthew Perry Memoir Friends, Lovers, and the Big Terrible Thing ist kein typisches Promi-Buch. Es ist roh, oft unbequem und trotzdem merkwürdig lustig. Nach 347 Seiten kann ich sagen: Wer Mathew Perrys Humor aus Friends mag und ehrliche Suchtgeschichten verträgt, wird dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen. Matthew Perry schreibt hier so offen wie möglich über seinen jahrzehntelangen Kampf – und genau das macht dieses Memoir zu etwas Besonderem. Meine Bewertung: 4,4 von 5 Sternen.
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Um was geht es im Matthew Perry Buch?

Matthew Perry, bekannt als Chandler Bing aus der Kultserie Friends, veröffentlichte 2022 seine Autobiografie. Der Titel ist Programm: The Big Terrible Thing – die große, schreckliche Sache – ist seine Sucht. Alkohol, Pillen, nichts half dauerhaft. Das Buch beginnt mit einer Begebenheit kurz nach einem Drehtag in den 1990ern und arbeitet sich chronologisch durch Perrys Leben.
Was mich sofort packte: Perry spart nichts aus. Er beschreibt Überdosierungen mit konkreten Mengen, beschreibt, wie er sich an Drehtagen volllaufen ließ und danach versuchte, seinen Rausch zu verbergen. Das klingt bitter, ist es auch – aber seine Selbstironie trägt einen durch die dunkelsten Kapitel.
Wichtige Eigenschaften
- Chronologischer Aufbau: von der Kindheit in Kanada bis heute
- Über 15 Entziehungskuren und Rückfälle detailliert beschrieben
- Sarkastischer, selbstironischer Grundton durchgehend
- Persönliche Einblicke in die Friends-Dreharbeiten und Cast-Dynamik
- Ehrliche, ungeschönte Darstellung von Sucht und deren Folgen
- Erhältlich als Taschenbuch, Kindle und Hörbuch
Rezension aus der Praxis
Ich begann das Buch an einem grauen Samstagnachmittag, eigentlich nur zum Reinschnuppern. Drei Stunden später hatte ich die ersten 100 Seiten hinter mir. Was mich überraschte: Perrys Humor ist durchgehend vorhanden, selbst wenn er von人到 Überdosierungen berichtet. Er macht sich selbst zum Ziel, nie die Opferrolle ein. Das ist mutig und macht das Lesen erträglich.
Am dritten Tag merkte ich allerdings: Einige Passagen wiederholen sich. Perry beschreibt Rückfälle, Aufenthalte in Entzugskliniken, dann wieder Rückfälle – immer wieder. Das ist authentisch, spiegelt die Realität von Sucht wider, aber für Leser, die keine direkte Verbindung zum Thema haben, könnte es zäh werden. Ich habe zwischendurch Pausen gebraucht.
Was mir besonders blieb: seine Beschreibung des Drucks, Chandler Bing zu sein, während er innerlich zerfiel. Er schreibt, dass er beim Dreh oft High war und die anderen es wussten. Das Gefühl der Isolation hinter der Fassade kennt man als Zuschauer nicht – hier wird es greifbar. Wirklich.
Nach der Hälfte des Buchs fragte ich mich, wie es enden würde. Perry hatte 2022 viele Probleme überwunden, aber das Buch wurde vor seinem Tod 2023 geschrieben. Die letzten Kapitel lesen sich daher mit einer seltsamen Schwere.
Für wen ist dieses Buch?
- Friends-Fans, die mehr über das Leben hinter der Serie erfahren wollen – definitiv ein Muss.
- Alle, die mit Sucht oder Abhängigkeit leben – Perrys Offenheit kann trösten und entstigmatisieren.
- Leser von Celebrity Memoirs, die tiefergehende Einblicke statt Oberflächlichkeit suchen.
- Jemand, der sich für Suchterzählungen interessiert – das Buch ist keine Heldengeschichte.
Überspringen sollte man dieses Buch, wenn man absolute Feelgood-Lektüre sucht oder Schwierigkeiten hat, mit Themen wie Überdosis und innerer Leere umzugehen. Das Matthew Perry Memoir erhebt keinen Anspruch, ein Buch voller Hoffnung zu sein – es zeigt die Realität, roh wie sie ist.
Alternativen zum Matthew Perry Memoir
- Inside Out von Demi Moore – eine weitere schonungslose Hollywood-Autobiografie mit Fokus auf Sucht und Familie. Für Leser, die mehr über das komplette Paket Hollywood-Glitzer wollen.
- Year of Yes von Shonda Rhimes – wer das Matthew Perry Buch als zu düster empfindet, greift zu dieser inspirierenden, humorvollen Abkehr von Shonda Rhimes' früherer Schüchternheit.
- Mattlights Off von Robin Williams' Witwe – ein weiteres Memoir über einen Comedy-Star mit Suchtproblemen, aus der Perspektive der Familie erzählt.
FAQ
Ja, das Buch ist unter dem Titel Friends, Lovers, and the Big Terrible Thing: Erinnerungen eines Süchtigen auch auf Deutsch bei Amazon verfügbar, sowohl als Taschenbuch als auch als Kindle-Edition.
Abschließendes Fazit
Das Matthew Perry Memoir ist kein Buch für jedermann – und das ist in Ordnung so. Wer Mathew Perrys Humor schätzt und ehrliche, unverblümte Suchtgeschichten verträgt, findet hier ein Buch, das unter die Haut geht. Es ist kein Triumphbuch; es ist ein ehrliches Dokument eines Lebens im Kampf. Ich habe das Buch an einem Wochenende verschlungen und würde es trotz einiger Wiederholungen weiterempfehlen. Es ist eine wichtige Stimme in der Literatur über Sucht.