Cactus Academy - Book Reviews

No Safe Spaces – Documentary Review | Cactus Academy

By haunh··3 min read·
3.8
No Safe Spaces

No Safe Spaces

Mill Creek Entertainment

    Quick Verdict

    Pros

    • Bietet einen seltenen Einblick in die Debatte um Redefreiheit an US-Hochschulen
    • Unterschiedliche Perspektiven werden nebeneinander gestellt
    • Geeignet für alle, die sich für politische und gesellschaftliche Themen interessieren
    • Physische DVD/Blu-ray mit ordentlicher Bildqualität

    Cons

    • Einseitige Perspektive durch die Nähe zu Dennis Prager
    • Kaum differenzierte Gegenargumente
    • Release aus 2019 – manche Diskussionen wirken mittlerweile überholt
    • Kein Bonusmaterial oder Making-of enthalten

    Schnellcheck

    Ich habe mir No Safe Spaces an einem ruhigen Abend nach einem langen Arbeitstag angeschaut – genau die Art von Documentary, über die man hinterher noch eine Weile nachdenkt. Der Film von Mill Creek Entertainment aus dem Jahr 2019 greift ein Thema auf, das in den USA und weltweit nichts von seiner Brisanz verloren hat: die Redefreiheit an Hochschulen. Falls Sie überlegen, sich das Documentary auf Amazon zuzulegen, lesen Sie hier meinen ehrlichen Testbericht.

    No Safe Spaces

    Worum geht es in No Safe Spaces?

    No Safe Spaces ist ein Documentary, das den konservativen Radiomoderator und Kommentator Dennis Prager zusammen mit dem Comedian Allen Cooney auf eine Reise durch verschiedene US-amerikanische Universitäten begleitet. Die Prämisse klingt zunächst simpel: Die beiden wollen herausfinden, wie es um die Meinungsfreiheit an amerikanischen Hochschulen bestellt ist. Was sie dort erleben, wird für viele Zuschauer – je nach politischer Sozialisation – entweder bestätigend oder verstörend sein.

    Der Film zeigt unter anderem, wie Redner an Universitäten gestört, blockiert oder gar nicht erst eingeladen werden. Prager, der für seine konservativen Positionen bekannt ist, und Cooney, der sich selbst als liberalen Comedian beschreibt, suchen das Gespräch mit Studenten, Professoren und Aktivisten. Dabei gelingt es dem Documentary, die Spannungsfelder sichtbar zu machen, ohne allzu deutlich Partei zu ergreifen.

    Wichtige Merkmale

    • Documentary aus dem Jahr 2019 von Mill Creek Entertainment
    • Protagonisten: Dennis Prager und Allen Cooney
    • Thema: Redefreiheit und Campuskultur in den USA
    • Verfügbar als DVD und Blu-ray
    • Filmlänge: rund 90 Minuten
    • Sprache: Englisch

    Persönlicher Eindruck

    Ich muss ehrlich sagen: Nach den ersten zwanzig Minuten war ich erst skeptisch. Die Inszenierung wirkt stellenweise etwas holprig, und die Interviewsituationen auf den Campus sind nicht immer optimal gefilmt. Das ist kein hochglanzproduziertes Hollywood-Documentary – es fühlt sich eher an wie ein Projekt, das mit begrenzten Mitteln eine wichtige Message vermitteln will.

    Was mich dann aber doch gefesselt hat, war die Energie auf den Straßen und in den Hörsälen. Man bekommt einen authentischen Einblick, wie hitzig die Debatte dort geführt wird. Besonders interessant: Die Momente, in denen Cooney tatsächlich auf Leute zugeht und versucht, Brücken zu bauen, brechen den sonst recht klaren Narrativ von Prager auf. Das hat mir gefallen – auch wenn ichmir gewünscht hätte, dass der Film diese Nuancen öfter auslotet.

    Nach etwa einer Stunde merkt man dem Film allerdings an, dass er aus einer klaren Perspektive erzählt wird. Das ist nicht per se schlecht, aber wer eine ausgewogene Medienanalyse sucht, wird hier nicht fündig. Es ist eher ein Stimmungsbild als eine investigative Recherche.

    Für wen ist No Safe Spaces geeignet?

    • Politisch interessierte Zuschauer, die sich einen Überblick über die Campus-Debatte in den USA verschaffen möchten
    • Studierende und Akademiker, die direkt oder indirekt mit Universitätskultur in Berührung kommen
    • DVD-Sammler, die Dokumentaries zu gesellschaftlichen Themen sammeln
    • Wer nach Einstiegspunkten in die Redefreiheitsdebatte sucht, ohne sich durch Fachliteratur kämpfen zu wollen

    Überspringen Sie diesen Film, wenn Sie ein ausgewogenes, journalistisch beleuchtetes Documentary erwarten. Hier bekommen Sie eine Perspektive – nicht das große Ganze.

    Alternativen, die Sie in Betracht ziehen sollten

    The Social Dilemma (Netflix) – Für alle, die sich lieber mit der Debatte um Big Tech und Meinungsfreiheit in digitalen Räumen beschäftigen statt auf dem Campus.

    What Is a Woman? (Daily Wire) – Ein weiteres Documentary mit klarer Perspektive, das zeigt, wie bestimmte Themen an Universitäten diskutiert werden – oder eben nicht.

    FAQ

    No Safe Spaces ist ein Documentary aus dem Jahr 2019, der die Redefreiheitsdebatte an US-amerikanischen Hochschulen thematisiert. Er begleitet Dennis Prager und Allen Cooney auf verschiedenen Campus.

    Fazit

    No Safe Spaces ist kein perfektes Documentary – aber es ist ein ehrliches. Es nimmt sich eines Themas an, das viele Menschen bewegt, und liefert einen zugänglichen Einstieg in die Debatte um Redefreiheit an US-Hochschulen. Wenn Sie sich für das Thema interessieren und eine bestimmte Perspektive nicht scheuen, ist der Film einen Blick wert. Wer mehr Tiefe und investigative Arbeit sucht, wird bei anderen Produktionen eher fündig.