Take Nothing for Granted: Tales from an Unexpected Life – Rezension

Quick Verdict
Pros
- Abwechslungsreiche Sammlung persönlicher Essays
- Ehrlicher und nachdenklicher Ton
- Gut lesbare Prosa ohne Schnörkel
- Vielfältige Perspektiven auf unerwartete Lebenssituationen
Cons
- Kein deutsches Format – Buch nur auf Englisch
- Keine Bilder oder Illustrationen
- Thematisch eher für bestimmte Lesertypen geeignet
Schnelles Urteil
Take Nothing for Granted: Tales from an Unexpected Life ist eine lesenswerte Sammlung persönlicher Essays, die ehrlich und unterhaltsam zugleich sind. Wenn du autobiografische Literatur magst, die nicht in Melodrama abgleitet, solltest du einen Blick riskieren. Auf Amazon ansehen
Was ist Take Nothing for Granted?
Ich habe das Buch an einem grauen Novemberabend angefangen und erst am nächsten Morgen wieder losgelegt. Das muss man wissen, bevor man sich darauf einlässt: Take Nothing for Granted saugt einen ein. Das Buch sammelt verschiedene Erzählungen aus dem Leben – Geschichten, die der Autor oder die Autorin so nicht erwartet hätte. Der Titel ist dabei Programm.

Der Verlag Seven Dials hat hier ein schlichtes, aber solides Buch herausgebracht. Kein Schnickschnack, kein überladener Einband – nur Text. Das passt zum Inhalt, der sich auf das Wesentliche konzentriert: echte Erlebnisse, ehrlich erzählt.
Wichtige Merkmale
- Sammlung persönlicher Essays und Lebensgeschichten
- Ehrlicher, nachdenklicher Schreibstil
- Thematische Vielfalt – von alltäglich bis unerwartet
- Schlichtes Paperback-Format, angenehm zu lesen
- Erhältlich als Taschenbuch und E-Book
- Verlag: Seven Dials (Orion Publishing Group)
- Englischsprachige Originalausgabe
Praktischer Test
Nach den ersten Kapiteln musste ich mich erst an den Erzählstil gewöhnen. Die Geschichten springen nicht chronologisch durch ein Leben, sondern thematisch durch Erlebnisse. Das finde ich persönlich erfrischend – man weiß nie, was als nächstes kommt.
Was mich überrascht hat: Die Balance zwischen Humor und Nachdenklichkeit. Take Nothing for Granted vermeidet beide Extrempole. Man lacht zwischendurch, denkt aber auch nach. Nach der Hälfte des Buches hatte ich das Gefühl, einen interessanten Menschen besser kennengelernt zu haben.
Ich hatte anfangs Bedenken, dass die Essays zu beliebig wirken könnten. Aber nach dem dritten Kapitel hat sich ein roter Faden gezeigt: die Unvorhersehbarkeit des Lebens und wie man damit umgeht. Das verbindet die einzelnen Geschichten besser, als ich erwartet hatte.
Würde ich es weiterempfehlen? Ja, aber mit einer Einschränkung, die ich später noch erkläre.
Für wen ist dieses Buch gedacht?
- Leser persönlicher Essays: Wenn du Autoren wie David Sedaris oder Nora Ephron magst, bist du hier richtig.
- Unerwartete Lebensgeschichten-Fans: Das Buch funktioniert für alle, die kurze, in sich geschlossene Geschichten bevorzugen.
- Englischleser mit Geduld: Das Buch ist auf Englisch – wer damit kein Problem hat, wird es mögen.
Überspring dieses Buch, wenn: Du autobiografische Romane bevorzugst, die eine durchgehende Handlung haben. Take Nothing for Granted ist keine Novelle, sondern eine Essay-Sammlung. Außerdem: Wer lieber auf Deutsch liest, sollte nach Alternativen suchen.
Alternativen, die du in Betracht ziehen solltest
- Wild: From Lost to Found on the Pacific Crest Trail von Cheryl Strayed – ein zusammenhängenderer Memoir, aber mit ähnlicher Ehrlichkeit.
- Educated von Tara Westover – ein persönlicherer, intensiverer Memoir über unerwartete Bildungswege.
- Year of Yes von Shonda Rhimes – für Leser, die Take Nothing for Granted mögen, aber einen motivierenderen Ton bevorzugen.
FAQ
Das Buch richtet sich an Leser, die persönliche Essays und nachdenkliche Lebensgeschichten mögen. Wer autobiografische Literatur schätzt, wird dieses Buch wahrscheinlich genießen.
Fazit
Take Nothing for Granted: Tales from an Unexpected Life ist kein perfektes Buch – aber es ist ein ehrliches. Die Stärke liegt in der Vielfalt der Geschichten und dem zugänglichen Ton. Wenn du offene, unerwartete Lebensgeschichten magst, wirst du dieses Buch wahrscheinlich schätzen. Es ist kein Buch, das man zwingend gelesen haben muss, aber eines, das man gerne gelesen hat.