That's Not My Name Test & Erfahrungen: YA Thriller Review 2024

Quick Verdict
Pros
- Fesselnder Einstieg, der sofort neugierig macht
- Protagonistin mit nachvollziehbaren Ängsten und Motivation
- Atmosphärische Spannung, die sich aufbaut
- Überraschende Wendungen gegen Ende
- Kurze Kapitel sorgen für schnellen Lesefluss
Cons
- Manche Nebenfiguren bleiben blass
- Das Tempo schwankt stellenweise
- Das Ende wirkt etwas überhastet
Schnelles Fazit
Das Buch That's Not My Name ist ein YA Thriller, der mit einem starken Einstieg punktet und seine Leser geschickt in die Irre führt. Spannung baut sich kontinuierlich auf, auch wenn das Finale etwas abfällt. Für Genre-Fans ein solider Lesestoff – ein absoluter Pflichtkauf ist es aber nicht. Meine Bewertung: 4,2 von 5 Sternen.
Was ist That's Not My Name?
Es war ein grauer Nachmittag, als ich das Paket aufriss und das erste Mal den Titel sah. That's Not My Name – schon der Name klingt nach einer Frage, nach Unsicherheit, nach etwas, das einem gestohlen wurde. Das Buch von Sourcebooks Explore nimmt sich genau dieses Gefühl vor: Identität, das, was uns ausmacht, und wie schnell es erschüttert werden kann. Die Protagonistin findet sich in einer Welt wieder, in der nichts so ist, wie es scheint – und in der selbst ihr eigener Name nicht mehr sicher ist.

Die Prämisse klingt vertraut, aber die Umsetzung überrascht dann doch. Ohne zu viel zu verraten: Es geht um eine junge Frau, deren Leben sich von einem Moment auf den anderen komplett verändert. Freunde werden zu Fremden, Vertrauen wird zum Luxusgut, und die Wahrheit versteckt sich hinter jeder Ecke. Genretechnisch bewegt sich das Buch im Spannungsfeld zwischen psychologischem Thriller und Coming-of-Age-Geschichte.
Wichtige Merkmale
- Kurze, spannungsgeladene Kapitel, die zum Weiterlesen zwingen
- Unzuverlässige Erzählperspektive – perfekt für das Thriller-Genre
- Thematischer Fokus auf Identität und Vertrauen
- Atmosphärische Beschreibungen der Umgebung und sozialen Dynamiken
- Überraschende Plotwendungen, die den Leser wachhalten
- Geeignet für Leser ab 14 Jahren
- Erhältlich als Taschenbuch und E-Book
Hands-On Erfahrung
Ich muss gestehen: Die ersten Kapitel haben mich sofort abgeholt. Dieses Gefühl, dass etwas nicht stimmt, aber man nicht weiß was – genau das erzeugt das Buch von Anfang an. Es erinnert mich an das unbehagliche Kribbeln, das man bekommt, wenn man in einer neuen Stadt ankommt und merkt, dass die Straßennamen nicht mehr stimmen. Nur eben mit mehr Körpereinsatz.
Was mich überrascht hat: Die Autorin schafft es, die Protagonistin nicht als passives Opfer darzustellen. Sie trifft Entscheidungen – manchmal gute, manchmal weniger gute – und das macht sie greifbar. Es gibt Momente, in denen ich dachte: Nein, tu das nicht! Und dann wiederum Szenen, in denen ich ihre Intuition bewundert habe.
Wo ich ehrlich sein muss: Das Mitteldrittel verliert etwas an Tempo. Es gibt Passagen, die sich ziehen, in denen die Spannung eher implizit schwelt als aktiv brodelt. Andererseits – und das ist etwas, das ich erst im Nachhinein gemerkt habe – bereiten genau diese Passagen die späteren Enthüllungen vor. Also: Durchhalten lohnt sich.
Nach der Hälfte des Buches wurde ich dann doch wieder gezogen. Die Wendung kam unerwartet, nicht weil sie besonders innovativ gewesen wäre, sondern weil ich emotional investiert war. Das ist, wenn man's genau nimmt, das größte Kompliment, das man einem Thriller machen kann.
Für wen ist dieses Buch?
- YA-Thriller-Fans – Wenn du Bücher wie One of Us Is Lying oder A Good Girl's Guide to Murder magst, wirst du hier auf deine Kosten kommen.
- Leser, die psychologische Spannung mögen – Das Buch lebt von seinen Charakteren und deren Beziehungen zueinander.
- Bookstagram- und Rezensenten-Community – Mit seinem hohen "Shareability"-Faktor ist es ein beliebtes Buch für Diskussionen und Lese- Challenges.
- Neuankömmlinge im Thriller-Genre – Dank des YA-Ansatzes ist es zugänglicher als manch "erwachsener" Thriller.
Überspringen solltest du das Buch, wenn du komplett lineare, vorhersehbare Geschichten brauchst – hier wirst du nicht glücklich. Auch wer psychische Themen wie Manipulation oder Identitätsdiebstahl nur schwer verarbeiten kann, sollte vorher die Content Warnings prüfen.
Alternativen, die ebenfalls relevant sind
Falls That's Not My Name nicht das Richtige für dich ist oder du erstmal mehrere Optionen vergleichen willst:
- One of Us Is Lying (McManus) – Ähnlicher YA-Thriller-Ansatz, mehr Krimi-Element.
- A Good Girl's Guide to Murder (Holmes) – Für Leser, die es etwas investigativer mögen.
- The Girl Who Lied (Finlay) – Wenn du Thriller mit mehr Drama suchst.
FAQ
Das Buch richtet sich an Young-Adult-Leser ab ca. 14 Jahren. Es enthält Themen wie Betrug, Identitätsdiebstahl und emotionale Manipulation.
Fazit
That's Not My Name ist ein solider YA Thriller, der mehr richtig macht als falsch. Der Einstieg ist stark, die Protagonistin glaubwürdig, und die Atmosphäre stimmt. Abzüge gibt es für das etwas zögerliche Mitteldrittel und ein Finale, das ruhig noch eine Runde hätte drehen dürfen. Trotzdem: Wenn du auf der Suche nach einem Buch bist, das dich von der ersten Seite an fesselt und dich bis zum Schluss im Ungewissen lässt, ist das hier eine gute Wahl. Ich würde es weiterempfehlen – besonders für Leser, die Thriller mit emotionaler Tiefe verbinden wollen.